Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Januar 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der TalkTrain UG (haftungsbeschränkt) (im Folgenden "Anbieter") und ihren Kunden (im Folgenden "Kunde") über die Nutzung der Software-Plattform "TalkTrain".
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB), juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist nicht vorgesehen.
§ 2 Vertragsgegenstand & Leistungen
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine KI-gestützte Trainingssoftware als "Software as a Service" (SaaS) zur Verfügung. Die Software ermöglicht das Simulieren von Gesprächssituationen mittels Web-App oder VR/MR-Schnittstelle.
(2) KI-Hinweis: Die Antworten der Avatare und die Analysen werden durch Künstliche Intelligenz generiert. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der KI-Aussagen. Die Software dient Trainingszwecken und ersetzt keine professionelle Rechts-, Medizin- oder Finanzberatung.
(3) VR-Hardware (z.B. Meta Quest) ist nicht Vertragsgegenstand, sofern nicht explizit anders vereinbart (z.B. Leihgeräte).
§ 3 Testphase ("Probefahrt")
(1) Der Anbieter bietet die Möglichkeit einer kostenlosen Testphase mittels Zugangscode.
(2) Der Testzugang endet automatisch nach Verbrauch der gewährten Einheiten (z.B. 3 Gespräche) oder nach Zeitablauf. Es erfolgt keine automatische Umwandlung in ein kostenpflichtiges Abonnement.
(3) Ein Anspruch auf einen Testzugang besteht nicht.
§ 4 Nutzungsrechte
(1) Der Kunde erhält das nicht-ausschließliche, zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränkte Recht, die Software für eigene interne Trainingszwecke zu nutzen.
(2) Der Kunde darf die Zugangsdaten nicht an unberechtigte Dritte weitergeben.
§ 5 Kundeninhalte & "Train Station"
(1) Sofern der Kunde über die Funktion "Train Station" eigene Szenarien, Lernkategorien oder Avatare erstellt, verbleiben die Rechte an diesen Inhalten beim Kunden.
(2) Der Kunde versichert, dass seine erstellten Inhalte nicht gegen geltendes Recht verstoßen (z.B. Urheberrecht, Strafrecht) und keine Rechte Dritter verletzen. Das Einspeisen von sensiblen personenbezogenen Daten (z.B. echte Patientennamen) oder Geschäftsgeheimnissen in die Szenario-Prompts erfolgt auf eigenes Risiko des Kunden.
§ 6 Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Plattform von 98% im Jahresmittel. Ausgenommen sind Wartungsarbeiten sowie Ausfälle von Drittanbietern (z.B. Ausfall der KI-API von OpenAI oder Serverausfälle bei Cloud-Hostern), auf die der Anbieter keinen Einfluss hat.
§ 7 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Die verschuldensunabhängige Haftung für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 BGB) wird ausgeschlossen.
§ 8 Laufzeit & Kündigung
(1) Bei kostenpflichtigen Verträgen gilt die im Angebot vereinbarte Laufzeit (z.B. monatlich oder jährlich).
(2) Das Abonnement verlängert sich automatisch um die vereinbarte Laufzeit, sofern es nicht fristgerecht gekündigt wird.
§ 9 Erhebung von Daten bei Vertragsschluss (SaaS-Abonnement)
(1) Zum Zwecke des Abschlusses und der Abwicklung von Abonnement-Verträgen erheben und verarbeiten wir die von Ihnen in der Bestellmaske eingegebenen Daten (insbesondere Name, Anschrift, E-Mail-Adresse sowie bei B2B-Kunden die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer).
(2) Zusätzlich protokollieren wir zum Zeitpunkt der Bestellung die von Ihrem Internet-Service-Provider (ISP) zugewiesene IP-Adresse sowie Datum und Uhrzeit des Vertragsschlusses.
Rechtsgrundlage:
- Vertragserfüllung (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO): Die Erfassung der Bestelldaten ist zwingend erforderlich, um den Vertrag zu begründen und Ihnen die entsprechende Rechnung auszustellen.
- Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO): Wir sind gesetzlich (insbesondere nach dem Steuerrecht und der EU-MwSt-Systemrichtlinie) verpflichtet, die Ansässigkeit unserer Kunden eindeutig festzustellen und nachzuweisen. Die IP-Adresse dient hierbei als notwendiger elektronischer Herkunftsnachweis.
- Berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO): Die Protokollierung dient der Betrugsprävention sowie der Beweissicherung im Falle von Unstimmigkeiten über den Vertragsschluss (Nachweis der abgegebenen Willenserklärung).
(3) Speicherdauer: Die IP-Adresse wird zusammen mit den Bestelldaten für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (in der Regel 10 Jahre gemäß Abgabenordnung) gespeichert, da sie integraler Bestandteil des digitalen Buchungsbelegs ist.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist das Amtsgericht Kempten, sofern der Kunde Kaufmann ist.